Liebe Patienten,

 

auf den folgenden Seiten haben wir für Sie einige wichtige Informationen rund um die Zahngesundheit/Zahnerhaltung zusammengestellt.

 

Viel Spaß beim Lesen wünscht Ihnen

                            Ihr Belldenta-Team

 

1. Professionelle Zahnreinigung

2. Zahnersatz: Die neuen Regelungen ab 1.1.2005

3. Wann das erste Mal zum Zahnarzt?

4. Wenn das Zahnfleisch blutet

5. Zahnbürste in der Zuckertüte

6. Zähne vertragen nicht jeden Vitaminstoß

7. Zahngesund durch die Schwangerschaft

 

 

  

 

1. Professionelle Zahnreinigung

 

Warum ist Prophylaxe so wichtig?

Gesunde Zähne und gesundes Zahnfleisch ein Leben lang – mit der richtigen Prophylaxe kann jeder dieses Ziel erreichen. Je früher man mit der Prophylaxe beginnt, umso eher können Eingriffe durch den Zahnarzt vermieden werden.

 

Was ist eine professionelle Zahnreinigung (PZR)?

Gegen Bakterien, die Hauptverursacher von Karies und Parodontitis, kommt auch die gewissenhafteste Zahnpflege nicht immer an. Deshalb gibt es die professionelle Zahnreinigung, abgekürzt PZR. Mit ihr werden sämtliche harten und weichen Beläge sowie Bakterien beseitigt. Karies und Zahnbetterkrankungen wird damit effektiv vorgebeugt.

 

Wie läuft eine PZR ab?

Am Anfang der PZR steht eine gründliche Untersuchung des Gebisses. Danach werden die Beläge auf den Zahnoberflächen in den Zahnzwischenräumen und in den Zahnfleischtaschen mit speziellen Instrumenten entfernt. Gerade diesen Bereich erreicht man beim Zähneputzen zu Hause nur schwer. Auch Verfärbungen durch Kaffee, Tee oder Zigarettenkondensat sind nach dem Einsatz von Spezialinstrumenten, z. B. eines Pulverstrahlgeräts fast vollständig verschwunden.Sind die harten Beläge entfernt, kommen die weichen Ablagerungen an die Reihe. Weil Bakterien sich zuerst an rauhen Stellen und in Nischen festsetzen, folgt als Nächstes die Politur, um die Zähne zu glätten.Anschließend werden die gereinigten Zahnflächen mit einem Fluorid-Lacküberzogen. Das schützt die Zahnoberflächen vor den Säureattacken der Mundbakterien.

 

Wie oft ist eine PZR sinnvoll?

Wissenschaftliche Untersuchungen haben ergeben, dass die PZR im Abstand von sechs Monaten die ideale Ergänzung zum gründlichen Putzen ist, um Zähne und Zahnfleisch gesund zu halten. Je nach individuellem Erkrankungsrisiko sind jedoch andere Zeitintervalle sinnvoll.

 

Was kostet eine PZR?

Der Gesetzgeber hat festgelegt, dass Zahnprophylaxe für Erwachsene zu den Eigenleistungen gehört. Deshalb wird diese Leistung nicht von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen. Die Kosten für eine PZR sind abhängig vom Zeitaufwand. Fragen Sie Ihren Zahnarzt.

 

Quelle und weitere Infos unter:

http://www.bzaek.de/list/pati/bzaekdgzmk/2_03_pzr.pdf

http://www.bzaek.de/list/bv/pzrco.pdf.

 

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2. Zahnersatz: Die neuen Regelungen ab 1.1.2005

 

Für gesetzlich Versicherte gilt seit dem 1. Januar 2005 ein neues Zuschuss-System für den Zahnersatz: Die Krankenkassen bezahlen jetzt Festzuschüsse. Das heißt: Für einen bestimmten Befund gibt es immer denselben Festbetrag als Zuschuss, ganz gleich für welchen Zahnersatz sich der Patient entscheidet. Bis Ende 2004 beteiligten sich die Kassen mit einem prozentualen Zuschuss von 50 Prozent an den Kosten für den genehmigten Zahnersatz. Für bestimmte Therapien gab es in der Regel aber gar keinen Zuschuss. Der jetzt eingeführte Festzuschuss deckt 50 Prozent der Durchschnittskosten für die Regelversorgung ab. Dies ist die Behandlung, die beim vorliegenden Befund die "Standardtherapie" ist. In den allermeisten Fällen wird sich an den Kosten für den Patienten im neuen Festzuschusssystem nichts ändern. Auch die Qualität der Zahnersatzversorgung wird erhalten bleiben. Allein bei seltenen und aufwändigeren Therapien kann es teurer werden. Vorteil im Festzuschuss-System: Der Patient hat größere Wahlmöglichkeiten als bisher, denn er erhält seinen Festzuschuss auch für Therapien, die bisher nicht bezuschusst wurden.

 

Auch künftig bares Geld wert: Das Bonusheft

Das Bonussystem gilt weiterhin: Wer regelmäßig beim Zahnarzt war, erhält einen höheren Festzuschuss. Ist das Bonusheft fünf Jahre lang lückenlos geführt, erhöht sich der Festzuschuss um 20 Prozent, nach zehn Jahren um 30 Prozent.

 

Sorgt weiterhin für Transparenz: Der Heil- und Kostenplan

Wie in der Vergangenheit, erhält der Patient auch heute von seinem Zahnarzt einen Heil- und Kostenplan vor der Behandlung, den er bei seiner Krankenkasse zur Genehmigung einreicht. So ist der Patient vorab über alle anfallenden Kosten und die Höhe seines Festzuschusses informiert.

 

Regelversorgung, gleichartiger und andersartiger Zahnersatz

Der Patient hat die Möglichkeit, eine andere Therapie zu wählen als die Regelversorgung. Der Festzuschuss geht dadurch nicht verloren. Der Zahnarzt unterscheidet hier zwischen gleichartigem und andersartigem Zahnersatz. Von gleichartigem Zahnersatz wird gesprochen, wenn zu der Regelversorgung noch zusätzliche Leistungen hinzukommen. Von andersartigem Zahnersatz wird gesprochen, wenn der Patient sich für eine Therapie entscheidet, die sich komplett von der Regelversorgung unterscheidet.

Ein Beispiel: Der Zahn 15 (zweiter kleiner Backenzahn im rechten Oberkiefer) fehlt. Die Regelversorgung bei diesem Befund ist eine Brücke. Die Hälfte der durchschnittlichen Kosten für diesen Zahnersatz erhält der Patient als Festzuschuss. Wünscht er aus ästhetischen Gründen eine keramische Vollverblendung seiner Brücke (= gleichartiger Zahnersatz), so trägt er die Kosten für diese Zusatzleistung, wie bisher auch, selbst. Diese berechnen sich nach der privaten Gebührenordnung für Zahnärzte, der GOZ. Entscheidet der Patient sich anstelle der Brücke für eine Implantatkonstruktion (= andersartiger Zahnersatz), so erhält er von der Krankenkasse den Festzuschuss erstattet. Der Zahnarzt rechnet diesen Zahnersatz als Privatleistung mit dem Patient ab.

 

Quelle und weitere Infos unter:

http://www.kzbv.de/m226.htm?www.kzbv.de/praxis/m226-m.htm

 

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3. Wann das erste Mal zum Zahnarzt?

Es ist ein stolzes Gefühl für Eltern, wenn beim Nachwuchs das erste Zähnchen plötzlich am Löffel klappert. Und damit taucht zugleich bei vielen die Frage auf, wann sollte das Kind eigentlich erstmals zum Zahnarzt gehen?

Seit Juli 1999 gibt es auf der Grundlage der Gesetzlichen Krankenversicherung das Programm der Früherkennungsuntersuchung, das mit dem 30. Lebensmonat beginnt. Voraussetzung ist das vollständig durchgebrochene Milchgebiss. Ist dies schon vor diesem Zeitpunkt der Fall, kann mit der ersten Untersuchung auch eher begonnen werden. Der Zahnarzt inspiziert dabei die Mundhöhle, schätzt das Kariesrisiko ein, berät die Eltern zu Ernährung und Mundhygiene und behandelt vorbeugend mit Zahnschmelz härtenden Maßnahmen.

 

4. Wenn das Zahnfleisch blutet

Geschwollenes, gerötetes und blutendes Zahnfleisch deuten auf eine Entzündung des Zahnfleisches hin. Auch Schmerzen oder Schwellungen sind ernst zu nehmen. Entzündungen des Zahnfleisches können mit verbesserter Zahnreinigung vermieden werden.

Im Mund leben viele Arten von Bakterien, die zum Leben notwendig sind. Bei unzureichender Zahnpflege können sich die Bakterien jedoch ungestört vermehren. Sie wachsen zu Belägen zusammen und reizen durch ihren Stoffwechsel das Zahnfleisch. Werden die Zahnbeläge nicht entfernt, kann die Entzündung vom Zahnfleisch auf den Kieferknochen übergreifen und diesen zerstören. Die beste Vorbeugung heißt: regelmäßig und gründlich Zähne mit Bürste und Zahnseide putzen – auch in den Räumen zwischen den Zähnen. Mit regelmäßigen Zahnarztbesuchen können Entzündungen frühzeitig erkannt und gestoppt werden.

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5. Zahnbürste in der Zuckertüte

Jeder kennt den Heißhunger auf Süßes, der einen alles auf einmal verschlingen lässt. Im Hinblick auf die Gesundheit der Zähne ist ein solcher Umgang mit Süßem sinnvoller, als die Tüte mit den Gummibärchen über den Tag zu verteilen.

Zucker, der lange Zeit auf den Zähnen verbleibt, lässt die Bakterien in der Mundhöhle Säuren bilden. Diese zerstören den Schutzmantel des Zahnes. Es kommt also nicht auf die Menge des Zuckers an, sondern auf dessen Verweildauer im Mund. Zähneputzen nach jeder Mahlzeit sollte selbstverständlich sein. Auch für Kinder, wenn sie ihre Zuckertüte zum Schulanfang lüften. Eine Zahnbürste mitten in die Süßigkeiten gesteckt, kann diesen Zusammenhang ganz einfach vermitteln. Denn auch die Milchzähne haben erheblichen Einfluss auf Ausrichtung, Gesundheit und Funktion der bleibenden Zähne.

 

6. Zähne vertragen nicht jeden Vitaminstoß

Die kalte feuchte Jahreszeit hat begonnen, die ersten Erkältungsattacken hat mancher vielleicht schon überstanden. Immer mehr Leute greifen im Winterhalbjahr vermehrt zu Vitamintabletten, zu Fruchtsäften und Vitamin-C-haltigen Früchten oder Früchtetees. Eine gesunde Einstellung, die jedoch ein paar Tricks den Zähnen zuliebe erfordert. Einige der frei käuflichen Sorten Vitaminbrausetabletten können bei Langzeiteinnahmen Verfärbungen wie Kaffee oder Tee an den Zähnen und auch an Zahnersatz hervorrufen. Statt über Monate zu Zahnpasta mit starken Putzkörpern zu greifen, sollte lieber pausiert und der Verbrauch mäßig gestaltet werden.

Auch wenn mit Zucker gespart wird, fruchtige Genüsse, gleich ob Obst, Tee oder Saft, greifen den Zahnschmelz an. Dafür sorgen die Fruchtsäuren. Aber: nicht sofort zur Zahnbürste greifen! Geben Sie Ihrer Mundflora die Chance, sich zu neutralisieren, wenigstens 20 Minuten. Dem kann man mit Mineralwasser oder Zahnpflegekaugummi prima nachhelfen. Beides bietet sich auch als „erste Hilfe“ für Ihre Zähne an, wenn Sie unterwegs sind und sich in der Regel keine Putzgelegenheit bietet.

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7. Zahngesund durch die Schwangerschaft

Es ist eins der schönsten und gern gehörten Komplimente, einer Schwangeren zu sagen, sie sehe aus wie das blühende Leben. Die beschwerlichsten Tage werden oft verdrängt, doch gerade im Anfang der Schwangerschaft liegen für die werdende Mutti kaum beachtete Gefahren für ihre Zahngesundheit. Da treffen die berühmt-verrückten Essgelüste mit den gefürchteten Brech-Attacken zusammen. Beides sind pure Säure-Attacken auf den Schutzmantel der Zähne und auf das Zahnfleisch, das wegen verstärkter Durchblutung besonders reizempfindlich geworden ist. Es gilt daher, nicht nur möglichst nach jeder Mahlzeit und jeder Magen-Attacke die Zähne zu putzen, sondern dies auch zahnfleischschonend zu tun.

Ist das Baby endlich geboren, ist die erhöhte Gesundheitsgefahr für die Zähne der Mutter noch nicht vorüber. Es geht nicht nur darum, durch sorgfältige Mund- und Zahnpflege die Übertragung von kariesauslösenden Bakterien beim Schmusen, Vorkosten oder Nuckelbefeuchten für das Kind so gering wie möglich zu halten. Auch die gesundheitlichen Reserven der Mutter sind durch die Schwangerschaft zumindest reduziert worden, nun tut die Stillzeit noch ein Übriges. Außer dem Zähneputzen ist deshalb auch eine bewusst (zahn-)gesunde ausgewogene (!) Ernährung angesagt.

Quelle und weitere Infos unter:

http://www.zahnaerzte-in-sachsen.de/patienten/patienteninfos/